2022 begann das Archiv Frau und Musik sein viertes Projekt im Rahmen des Digitalen Deutschen Frauenarchivs (DDF). In diesem Jahr standen die konzertbezogenen Medien des Archivs im Fokus. In über 40 Jahren Archivgeschichte wurden Programmhefte, Flyer und Plakate gesammelt; diese reichen bis in die 1940er Jahre zurück und zeigen, wo und welche Werke von Komponistinnen aufgeführt wurden.
Durch diese einzigartige Sammlung lassen sich etwa die Uraufführung des Streichquartetts in As-Dur von Fanny Hensel sowie Konzerte Elke Mascha Blankenburgs in ihrem heimischen Garten dokumentieren. Die Sammlung wurde erschlossen und in der Datenbank des Archivs Frau und Musik recherchierbar gemacht.
Wir kooperierten hier sowohl mit der der Sächsischen Landes- und Universitätsbibliothek Dresden (SLUB) sowie der Bayerischen Staatsbibliothek München (BSB). Über die Datenbank musiconn.performance der SLUB können nun die konzertbezogenen Medien des Archivs wie Flyer und Plakate recherchiert werden; in Kooperation mit der BSB München wurden Webseiten und Social-Media-Beiträge gesammelt, die etwa aktuelle Konzerte digital bewerben.
Wie in den vergangenen DDF-Projekten wurde ein Teil unserer Medien professionell digitalisiert. Damit sichern wir unsere Bestände und machen sie der Öffentlichkeit digital zugänglich. Darüber hinaus richten vier Online-Essays den Fokus auf einzelne Konzertreihen und Festivals, die Erfahrungen von Komponistinnen im Konzertwesen sowie die Konzertdokumentation früher und heute aufweisen – von analog bis digital.
Die im Rahmen von #WIMUGG entstandenen Essays finden Sie hier:
- Zeitzeugnis, Botschaft, Vermarktung – zur Wichtigkeit von Konzertdokumentation (2023)
- Vom Schweigen befreit? Feministische Konzertreihen nach 1945 bis heute (2024)
- „Meistens war ich die einzige“ – das Komponistinnen-Treffen 2021 (2024)
- „So entsteht eine Legende!“ – Digitalisierung der Programmbestände von musica femina münchen (2024)
