Margarete Dessoff | 29. Oktober 2020

Wien – Frankfurt am Main – New York – Locarno: Zahlreiche Ortswechsel prägten Margarete Dessoffs (1874–1944) Leben. Aber auch musikalisch stieß die engagierte Chorleiterin Türen zu neuen Hörerlebnissen auf.

Die Autorin Sabine Fröhlich hat in diesem Jahr eine vielbeachtete Biografie über Margarete Dessoff veröffentlicht, in der sie den Weg einer Künstlerin nachzeichnet, die nicht nur neue Akzente in der Programmplanung und Konzertform setzte, sondern mit ihren über drei Jahrzehnte erfolgreichen Auftritten als Dirigentin auch die Geschlechterordnung in Frage stellte. Mit ihren Frauen- und gemischten Chören sowohl in Frankfurt als auch in New York führte sie bis dahin unbekannte Chorwerke der Alten Musik auf, bot aber auch ein Forum für zeitgenössische Komponistinnen wie Rosy Geiger-Kullmann, Louise Talma oder Marion Bauer.

Von Frankfurt ausgehend in die weite Welt: Margarete Dessoff ist damit die perfekte Eröffnung unserer digitalen Chortage! Nach einer feierlichen Begrüßung durch unsere Projektmitarbeiter*innen Julian Fischer und Jelena Rothermel wird es eine Video-Lesung der Autorin Sabine Fröhlich aus ihrer Monografie Margarete Dessoff (1874–1944). Chordirigentin auf dem Weg in die Moderne geben. Diese wird live über unseren Youtube-Kanal zu sehen sein. Fragen an Frau Fröhlich können über die Livechat-Funktion bei Youtube gestellt werden, zu der man sich über ein Google-Konto anmelden kann. Alternativ können Fragen vorab per E-Mail an chortage[at]archiv-frau-musik.de geschickt werden.

Alle Beiträge zu den Chortagen werden auf der Projekt-Startseite als auch den Projekt-Unterseiten veröffentlicht. Zurzeit finden Sie hier Informationen zum Programm – im Laufe der vier Chortage werden sich auch die Unterseiten dann nach und nach mit spannenden Inhalten füllen. Die Live-Veranstaltungen können auf unserem YouTube-Kanal sowie dieser Seite verfolgt werden. Die Veranstaltungen sind so konzipiert, dass eine vorherige Anmeldung nicht notwendig ist.