Vorstand IAK Frau und Musik

Mary Ellen Kitchens M. A.
Mary Ellen Kitchens
Mary Ellen Kitchens

Mary Ellen Kitchens wurde 1959 in Houston/Texas geboren. Sie begann in frühen Jahren bereits mit dem Klavier- und Cellounterricht. Nach dem Schulabschluss in New York studierte sie an der Yale University (USA) und absolvierte ein Austauschjahr in Paris (École Normale de la Musique/Sorbonne). 1980 wechselte sie nach München und legte an der Ludwig-Maximilians-Universität ihren M. A. im Hauptfach Musikwissenschaft ab. Dirigierkurse besuchte sie bei Rodney Wynkoop (Yale University, Connecticut), Pierre Dervaux (Paris), Sergiù Celibidache (München) und Julius Kalmar (Wien). Von 1984 bis 1991 leitete Mary Ellen Kitchens das von ihr gegründete Haydn-Orchester in München, seit 1991 steht sie dem Orchesterverein Kempten/Allgäu vor. Sie hat seit 1986 die musikalische Leitung der Munich International Choral Society inne und seit seiner Gründung im Jahr 2004 ist sie auch die Leiterin des Regenbogenchors München. 1991 begann sie ihre Tätigkeit im Audioarchiv des Bayerischen Rundfunks, das sie von Januar 2004 bis Anfang 2015 hauptberuflich leitete. Seit April 2015 ist sie mit der Leitung der Abteilung Bestandsmanagement und Digitalisierung beim Bayerischen Rundfunk betraut. Von 1994 bis 1998 war sie Vorstandsfrau bei musica femina münchen e. V. – heute ist sie weiter Mitglied von mfm. Seit 2013 ist sie Vorstandsfrau des Internationalen Arbeitskreis Frau und Musik e. V. Somit ist sie ehrenamtlich intensiv mit den Aktivitäten des Archivs Frau und Musik in Frankfurt/Main beschäftigt. Seit 2012 bis heute leitet sie das Frauenorchesterprojekt in Berlin.

Dr. Vera Lasch
Dr. Vera Lasch

Soziologin u. a. am Institut für Volkswirtschaftslehre der Universität Kassel. Dr. Vera Lasch war bis 2021 Geschäftsführerin von KulturNetz Kassel e. V.

Elisabeth Treydte M. A.
Elisabeth Treydte © Elisabeth Treydte
Elisabeth Treydte

Elisabeth Treydte ist Musikwissenschaftlerin; sie forscht und lehrt nach Stationen an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg sowie als Mitarbeiterin im Archiv Frau und Musik an der Universität Siegen und der Folkwang Universität der Künste. Ihre Forschungsinteressen liegen im Bereich der musikwissenschaftlichen Genderforschung, zeitgenössischer Musik und Wissenssoziologie; ein weiterer Schwerpunkt ist die Vermittlungsarbeit an außeruniversitären Einrichtungen zum Themenfeld Frau und Musik – siehe hierzu das digitale Bildungspaket Komponistinnen in den Schulunterricht.

Erweiterter Vorstand

Andrea Hartenfeller
Andrea Hartenfeller
Andrea Hartenfeller

Andrea Hartenfeller studierte Elementare Musikerziehung, Klavier und Gesang an der Hochschule für Künste in Bremen mit dem Abschluss Diplommusiklehrerin und erwarb ihr Postgraduate Diploma in Musiktherapie an der University of Surrey Roehampton in Großbritannien und ihren Master of Arts in Erwachsenenbildung an der TU Kaiserslautern.
In ihrer Heimatregion nördlich von Frankfurt am Main ist sie als Organistin, Chorleiterin, Pädagogin und Stimmbildnerin tätig. In ihrem musikalischen Blog lenkt sie den Blick auf die vielfältigen (Orgel-)Werke von Komponistinnen aller Epochen. An der Orgel gilt ihr Interesse vornehmlich kleinen Instrumenten ländlicher Kirchen, deren oft ungeahnte klangliche Möglichkeiten sie mit Begeisterung herausarbeitet. Das Entdecken und Aufführen von selten gespielten Orgelwerken ist ebenso eine ihrer Leidenschaften wie die Zusammenarbeit mit Komponist*innen und Musiker*innen über Stil- und Genre-Grenzen hinweg. Ihre Inspiration bezieht sie unter anderem aus dem engen professionellen Austausch mit Carlotta Ferrari (Italien), Tamsin Jones (Großbritannien), Hans Fidom (Orgelpark Amsterdam) und David Scott Murray (USA).
Neben ihrem Engagement für das Archiv ist sie Mitglied der Society of Women Organists und dort in verschiedenen Arbeitsgruppen aktiv. Darüber hinaus berät sie Unternehmen in Personal- und Managementfragen.

Mareike Hilbrig
Mareike Hilbrig
Mareike Hilbrig

Mareike Hilbrig, Jahrgang 1974, ist Klavierpädagogin und Chorleiterin in Marburg. Neben ihrer Lehrtätigkeit als Klavierpädagogin leitet sie seit 2007 den von ihr gegründeten evangelischen Kirchenchor in Marburg-Cappel, der Menschen über Konfessionsgrenzen hinweg verbindet, und seit 2015 den Frauenkammerchor Marburg, der in den letzten Jahren einen Schwerpunkt auf Musik von Komponistinnen gelegt hat. Darüber hinaus arbeitet sie mit Projekt-Ensembles (z. B. Wohin?-Podcast).
In ihrer Arbeit verbindet Mareike Hilbrig die Musik mit Pädagogik, Theologie und Feminismus. Diese Themenfelder prägen sowohl die Auswahl der Literatur als auch die Ausrichtung ihrer Ensembles.
Mareike Hilbrig schöpft aus einem vielseitigen beruflichen Werdegang: Nach einer frühen musikalischen Sozialisation an Klavier und Cello sowie in Chor- und Kammermusik führte ihr Weg zunächst über ein Theologie- und Pädagogikstudium zu einer beruflichen Tätigkeit in der Erwachsenenbildung. Während eines Indienaufenthalts 2005/06 studierte sie Klavier bei Timothy Marthand in Hyderabad und schloss ein Studium der Instrumentalpädagogik in Mainz mit Hauptfach Klavier bei Uwe Zeutzheim an. Ihre prägendsten Chorleitungslehrer*innen sind Wolfgang Schäfer, Ronald Pelger und Susanne Rohn.
Das Archiv Frau und Musik ist für sie ein wichtiger Bezugspunkt: als Ort der Vernetzung und Kooperation sowie als Fundgrube für Literatur. Seit Herbst 2021 ist sie im erweiterten Vorstand des Archivs tätig und bringt sich schwerpunktmäßig im Bereich der Chormusik ein.

Prof. Dr. Vivienne Olive
Dr. Vivienne Olive © Volker Blumenthaler
Prof. Dr. Vivienne Olive © Volker Blumenthaler

Vivienne Olive wurde 1950 in London geboren. In frühem Alter bekam sie Klavier- und Musiktheorieunterricht und studierte Cembalo und Orgel am Trinity College of Music in London. 1968 setzte sie ihre Musikstudien an der Universität York/England fort (B.A.). Danach spezialisierte sie sich auf Komposition, zuerst bei Bernard Rands (York), dann bei Franco Donatoni (Mailand), Roman Haubenstock-Ramati (Wien) und Klaus Huber (Freiburg). 1975 promovierte sie im Fach Komposition (Universität York). In Freiburg setzte sie ihre Cembalostudien bei Stainslav Heller fort. Sie bekam verschiedene Preise und Auszeichnungen. Seit 1979 wohnt sie in Deutschland, wo sie als Professorin für Musiktheorie an der Hochschule für Musik Nürnberg tätig ist. Von 1993 bis 1995 verbrachte sie zwei Jahre in Australien, wo sie nicht nur als Dozentin an der James Cook University/North Queensland tätig war, sondern auch das Musikfestival Contempofest Townsville 94 initiierte und leitete. 2004 war sie Composer in Residence in Bundanon/New South Wales in Australien. Seit 2014 leitet sie das Brixworth Music Festival in England.

Uta Walther
Uta Walther © Hilda Lobinger
Uta Walther © Hilda Lobinger

Uta Walther absolvierte ihre pianistische Ausbildung an der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar sowie am Mozarteum Salzburg bei Alfons Kontarsky (Abschluss: Mag. art.). Sie besuchte internationale Meisterklassen und erhielt Preise bei mehreren Wettbewerben. Als Solistin, Liedbegleiterin und Kammermusikerin konzertiert sie im In- und Ausland und macht Rundfunk- und CD-Einspielungen. Ihr Repertoire enthält Werke aller Stilepochen, besonderes Augenmerk richtet sie auf Kompositionen des 20. und 21. Jahrhunderts. Sie hat etliche Werke uraufgeführt, einige davon sind ihr gewidmet.
Uta Walther ist Lehrbeauftragte für Klavier an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg sowie Klavierpädagogin am musischen Zweig der Johann-Pachelbel-Realschule Nürnberg. Bei Chorleitungslehrgängen des Fränkischen Sängerbundes unterrichtet sie Chorpraktisches Klavierspiel, für die Mitgliederzeitschrift in/takt schreibt sie seit März 2021 eine Kolumne über Komponistinnen und ihre Chorwerke. Außerdem verfasste sie für die Monografie-Reihe Komponisten in Bayern des BTKV die Aufsätze über die Klaviermusik von Helmut Bieler sowie über die Werke für Tasteninstrumente von Vivienne Olive. 2015 war Uta Walther Jurymitglied für die Composer in Residence-Auswahl des IAK Frau und Musik. Im November 2021 wurde sie in den erweiterten Vorstand des IAK Archiv Frau und Musik gewählt.

In memoriam

Heike Matthiesen (1964–2023)
Heike Matthiesen © Kaupo Kikkas
Heike Matthiesen © Kaupo Kikkas

Heike Matthiesen gehörte zu den renommiertesten Gitarrist*innen Deutschlands und zu den immer noch viel zu wenigen Gitarristinnen, die weltweit im Konzertleben präsent waren. Sie wurde in Braunschweig in eine Opernfamilie geboren, wuchs dann in Berlin und in Neu-Isenburg bei Offenbach auf. Bereits in frühester Kindheit erhielt sie ersten Klavierunterricht, wechselte dann aber mit 18 zur Gitarre, um bereits ein Jahr später ihr Studium an der Musikhochschule Frankfurt zu beginnen. Nach dem Diplom wurde sie Meisterschülerin von Pepe Romero und nahm an zahlreichen Meisterkursen der Weltspitze teil.
Schon im Studium arbeitete sie als Orchesteraushilfe für Zupfinstrumente an der Frankfurter Oper und gastierte in den Opernhäusern in Wiesbaden, Darmstadt und Stuttgart. Seit 1997 war sie zudem eng mit der Villa Musica Mainz verbunden, in zahlreiche Konzerten in verschiedenen Kammermusikbesetzungen sowie als Solistin war sie dadurch in Rheinland-Pfalz zu hören. Sie war freischaffende Solistin und Kammermusikerin, hat fünf Solo-CDs veröffentlicht und konzertierte weltweit, so z. B. in China, Japan, den USA, Nigeria, Pakistan, Äthiopien, Äquatorial-Guinea, Tadschikistan sowie Europa.
In ihren letzten Lebensjahren beschäftigte sie sich intensiv mit den Werken von Komponistinnen, ihr vierter Tonträger Guitar Ladies enthält ausschließlich Werke von Frauen und wurde in der Fachpresse hochgelobt, ebenso ihre letzte CD Guitar Divas (2023).
Sie war über viele Jahre Mitglied im Archiv Frau und Musik und war die Repertoirespezialistin für Gitarre und im Vorstand des Internationalen Arbeitskreis Frau und Musik aktiv. “Es ist mir eine Herzenssache, Musik von Komponistinnen zu spielen. Ich bin immer wieder überwältigt, wie viel wunderbare Musik es zu entdecken gibt!”
Wir danken Heike für ihr großartiges Wirken und werden sie nicht vergessen.