Females Featured 2: Präsentation der Preisträgerinnen im Rahmen der Tübinger Motette – Geistliche Abendmusik am 18. Oktober 2025
Preisträgerinnen Kategorie Jugendchor

Camille van Lunen (geb. 1957): Morgenstern Album 1 (3. Preis Females Featured 2, Kategorie Jugendchor)
Die in Amsterdam geborene Komponistin Camille van Luenen begann ihr musikalisches Studium mit der Bratsche und studierte Gesang und Komposition in Den Haag und Köln, wo sie heute lebt. In ihrem Werk, das sich durch Witz und Farbenreichtum auszeichnet, stehen häufig soziale Themen unserer Zeit im Mittelpunkt. Van Lunens Erfahrung als Sängerin tritt besonders in den lebendigen Kompositionen für Stimme hervor. Diese zeugen von einem sicheren Gefühl für Dramatik und einer besonderen Sensibilität für Sprachen. Doch auch feinsinniger Humor ist in ihren Werken zu finden. Camille van Lunen hat im Laufe ihres bisherigen Schaffens eine große Bandbreite an Auftragskompositionen zur Aufführung gebracht, von der Kinderoper Der Felsenjunge, Leverkusen und Oper Bonn bis hin zur Oper Amal, over the Wall, Bethlehem und Paris. Camille van Lunen war Composer in Residence am Instituto Gulbenkian de Ciência (Lissabon). Sie ist Preisträgerin des Internationalen Kompositionswettbewerbs Nürnberg und Mariann Steegmann Foundation, Finalistin beim 4. Uuno Klami International Competition (Finnland) und Peisträgerin bei der Biennale de Musique Vocale Contemporaine (F).

Elisa Schmelkes (geb. 1987): Jay (1. Preis Females Featured 2, Kategorie Jugendchor)
Elisa Schmelkes is a composer, choir conductor and activist based in Mexico City. She graduated as an economist from the National University of Mexico and as a composer from Trinity College London. Through her interdisciplinary ensemble No Coro, founded in 2018, she has collaborated with contemporary visual and sound artists such as Emilio Chapela and Alexander Apóstol. Her work as a composer seeks to make visible and amplify voices of resistance, usually in collaboration with living poets such as Nadia López García and Robert Macfarlane. She is interested in issues such as human rights, immigration, the rights of nature and the revitalization of native languages. Her work 13:14 was featured at the exhibition Visions of the apocalypse at the National Museum of Anthropology in Mexico City. Her work Kue’e tachi was premiered at the Berliner Philharmonie in June 2024). During 2024-25, she was composer-in-residence in Chicago a Cappella’s ¡Cantaré! project.
Preisträgerin Kategorie übergreifender Sonderpreis

Katharina Schwaller (geb. 1989): Anima
Geboren wurde Katharina Schwaller in Kaiserslautern. Sie lernte Klavier und Kontrabass und studierte in Mainz Schulmusik und Geschichte sowie Filmmusik an der Wiesbadener Musikakademie. Katharina Schwaller arbeitte als Lehrerin und Komponistin. Ihr Ansatz ist tonal bis erweitert tonal mit Einflüssen aus Minimal Music, Weltmusik, Filmmusik und Jazz. Sie schreibt Kammermusik, Musicals und Werke für Orchester oder Chor, die zum Teil bei verschiedenen Verlagen verlegt sind. Bisher gewann sie einen 2. Preis für ein Violinduo, einen 1. für ein Blechbläserquintett und einen 2. für ein Stück für Jugendchor.
Preisträgerinnen Kategorie Frauenvokalensemble

Tina Ternes (geb. 1969): Die Seele ist wie der Wind (3. Preis Females Featured 2, Kategorie Frauenvokalensemble)
Tina Ternes wurde am 15. August 1969 in Kaiserslautern geboren. Seit ihrem fünften Lebensjahr lernte sie Klavierspielen. Mit 15 Jahren kam als zweites Instrument der Kontrabass hinzu und sie erhielt regelmäßig Unterricht in Musiktheorie an der Musikschule Kaiserslautern. Von 1988-1992 studierte sie Schulmusik und Geschichte in Mainz und von 1992-1994 Filmmusik an der Wiesbadener Musikakademie. Sie arbeitete als Musikerin, Komponistin und Lehrerin unter anderem in München, Ludwigshafen und Paris. Ihr kompositorischer Ansatz ist tonal bis erweitert tonal. Sie experimentiert gerne mit Elementen der Weltmusik und der amerikanischen Minimal Music. Sie schrieb Orchester- und Chorwerke, Kammermusik, Musicals, Bühnenmusiken, geistliche Musik, eine Filmmusik und eine Orchestrierung von Barbara Hellers Lalai (Schott-Verlag Mainz). Werke von Tina Ternes sind bei verschiedenen Verlagen zu finden. 2009 gewann sie mit ihrem Violinduo „Windspiel“ den 2. Preis beim internationalen „Crossover Composition Award“. 2012 wurde ihr Flötenquartett Winterregen von der Adkins Foundation für eine Aufführung in Rom und Brüssel ausgewählt. 2017 gewann sie mit ihrem Blechbläserquintett Aufbruch den 1. Preis beim Kompositionswettbewerb „Aufbruch“ des Furore-Verlages in Kooperation mit dem Zentrum Militärmusik der Bundeswehr.

Susanne Wagner: Selkie (2. Preis Females Featured 2, Kategorie Frauenvokalensemble)
Susanne Wagner ist Querflötistin, Komponistin und Musikproduzentin mit klassischer Orchester-Ausbildung und langjähriger Erfahrung als Solistin, Ensemble- und Orchestermusikerin auf Bühnen in Europa und Asien. In ihren Kompositionen verbindet sie klassische Elemente mit ungewöhnlichen Texturen, ungeraden Rhythmen, Electronics und filigranem Sounddesign sowie Klangfarben, Skalen jenseits des europäischen Repertoires. SELKIE ist eine Komposition, die sich ausschließlich den Ausdrucksmöglichkeiten von Atem und der Stimme als Instrument widmet: Farben und feine Nuancen von Frauenstimmen, Schichtungen zischend flüsternder Atemgeräusche, Obertöne und schwebende subtile Bewegungen und Klänge.

Mona Rasenberger (geb. 1962): Schmetterling und Rose (1. Preis Females Featured 2, Kategorie Frauenvokalensemble)
Mona Rasenberger interessierte sich schon als Jugendliche für das Komponieren. Vorwiegend entstanden in dieser Zeit Werke für die Instrumente, die sie selbst spielte: Violine und Klavier. Nach dem Abitur entschied sie sich für das Lehramtsstudium mit den Fächern Musik und Französisch. Nach einem längeren Aufenthalt in Paris absolvierte sie das 2. Staatsexamen in München und unterrichtete bis 2025 beide Fächer am Gymnasium Max-Josef-Stift in München. In verschiedenen Wahlkursen entstanden dort im Laufe der Jahre 4 Musicals, die sie gemeinsam mit den Schülerinnen textete, komponierte und zur Aufführung brachte. Seit April 2015 vertieft sie ihre autodidaktische Tätigkeit durch ein Kompositionsstudium bei Wilfried Hiller. In dieser Zeit entstanden zahlreiche kammermusikalische Werke sowie Kompositionen für Chor. Mit Der Gang ins Nirgendwo erhielt sie den 3. Preis bei der Carl-Orff-Competition 2018.
Preisträgerinnen Kategorie Kammerchor

Rucsandra Popescu (geb. 1980): Devouring time (Tempus edax) (3. Preis Females Featured 2, Kategorie Kammerchor)
Rucsandra Popescu wurde in Rumänien in einer Musikerfamilie geboren und studierte an der Hochschule für Musik Bukarest Komposition, Klavier und Chorleitung. Später absolvierte sie im Konzertexamen bei Prof. Younghi Pagh-Paan. Sie gewann mehrere Kompositionspreise, u. a. den 1. Preis „Paul Constantinescu“ Bukarest, TACTUS Forum Belgium, Preis des Landesmusikrates Bremen, den 1. Preis des Kompositionswettbewerbs „Verleih uns Frieden“. Ihre Musik wurde von wichtigen Ensembles gespielt wie Ensemble Recherche, Musique Nouvelle, Boreas Quartett, in mehreren Ländern. Seit 2012 arbeitet sie eng mit dem Cantus Cordis Kinderchor Hardegsen zusammen, für den sie ein Magnificat schrieb. Zwischen 2008 – 2023 war sie Chorleiterin des J-Cappella Choir Bremen (zwei Silber Diplome bei dem Internationaler Chorwettbewerb „Petr Eben“ in Prag). Zwischen 2015 – 2018 war sie Dozentin in Chorleitung/Jazz Chor an der HMT Leipzig. Sie ist Dozentin für Chorleitung, Hochschulchor und Popchor an der HFK Bremen.

Jutta Michel-Becher (geb. 1965): Anima(l) (3. Preis Females Featured 2, Kategorie Kammerchor)
Jutta Michel-Becher studierte A-Kirchenmusik und Musikpädagogik an der Musikhochschule München. Danach vertiefte sie ihr Wissen durch weitere Studien in den Fächern Musikwissenschaft und Phonetik an der Ludwig-Maximilians-Universität in München. Seit 1984 ist sie als Kirchenmusikerin und Musikpädagogin tätig. Von 1988-1999 war sie Dozentin für (Chor-)Singen und Musiktheorie an der Münchner VHS. Sie leitet Chöre aller Altersgruppen und ist Initiatorin und Organisatorin von diversen Chortreffen, Konzertreihen, Kunstprojekten sowie übergreifenden auch interreligiösen Kulturveranstaltungen im Stadtviertel. Regelmäßig hält sie Vorträge und Kurse zu den Themen Stimmbildung, Chorleitung und Singen mit Senioren. Seit 2018 ist sie die Herausgeberin und Autorin der Chorbuchreihen SILBERKLANG und VocaTre bei Schott Music und veröffentlichte zahlreiche Arrangements und kleine Kompositionen.

Birke J. Bertelsmeier (geb. 1981): Le chat (3. Preis Females Featured 2, Kategorie Kammerchor)
Birke J. Bertelsmeier ist Komponistin. Ihr Werk reicht von Musiktheater über Orchester-, Kammer- und Solostücke bis hin zu Filmmusik. Sie wurde u. a. mit dem Kompositionsförderpreis der Ernst-von-Siemens-Musikstiftung, dem Rompreis der Villa Massimo, dem Stipendium der Villa Concordia, dem Preis des Yvar Mikhashoff Trust New York und dem Schneider-Schott-Musikpreis ausgezeichnet. Kompositionsaufträge führten sie u. a. zur Deutschen Oper Berlin, zu den Wittener Tagen für Neue Kammermusik, zur Münchener Biennale, zum Beijing International Music Competition, zur Elbphilharmonie, zur Oper Marseille und zum Filmfestival Berlinale. Ihre Werke werden aufgeführt, etwa vom Arditti Quartett, Ensemble Modern, den Bamberger Symphonikern, Rundfunkchor Berlin, Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin, Bilbao Orkestra Sinfonikoa, WDR Symphonieorchester sowie Solisten wie Christian Tetzlaff, Tabea Zimmermann und Christoph Eschenbach. Sie unterrichtete Komposition an den Musikhochschulen Hannover und Mannheim.
