RAUM.FRAKTUR – Esslingen und der Erste Weltkrieg

Saxofon: Nikola Lutz | Klavier: Tayuko Nakao | Sprecher: Robert Atzlinger

Nach dem Ende des Ersten Weltkrieges richtet sich die Aufmerksamkeit auf die Pariser Vorortverträge, dort wird Europa neu geordnet. Deutschland wird zur Unterschrift genötigt, Reparationen und Gebietsabtretungen sind die Folge. Versailles wurde zum Schlagwort einer Demütigung, dessen sich vor allem die Nazis bedienten. Die Texte des Abends sind Originaltexte aus den Verhandlungen, Kommentare und Anmerkungen von Georges Clemenceau, Harold Nicholson, Thomas Mann, u.a. Mit der Wortmalerei eines Kurt Schwitters berühren sich Sprach- und Klangkunst, und die Musik umreißt mit Zeitgenossen wie Sigfrid Karg-Elert oder Claude Debussy die Atmosphäre zur Zeit des Ersten Weltkrieges diesseits und jenseits der deutsch-französischen Grenze, thematisiert aber auch das Problem des Komponierens im Nationalismus, dem sich Karg-Elert stellen musste. Mit Erwin Schulhoff und Ursula Mamlok sind Stimmen im Nationalsozialismus verfolgter Musiker zu hören.
Freitag, 05.10.2018
18 Uhr
Altes Rathaus
Esslingen

Eintritt frei