Composer in Residence – Internationales Arbeitsstipendium

Komponistin Manuela Kerer mit Dieter Zetzsche, Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Kunst, bei der Stipendiums-Übergabe 2015 © Archiv Frau und Musik

Composer in Residence. Komponistinnen nach Frankfurt – Internationales Arbeitsstipendium

Das Archiv Frau und Musik vergibt in Kooperation mit dem Institut für zeitgenössische Musik (IzM) an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main (HfMDK) ein 3-monatiges Arbeitsstipendium für Komponistinnen. Im zwei- bis dreijährigem Turnus sind Komponistinnen aller Altersstufen und Nationalitäten zur Bewerbung aufgefordert. Es werden sowohl Eigenbewerbungen als auch Vorschläge von Fachexpertinnen und Fachexperten und Institutionen akzeptiert.

Umfang und Art der künstlerischen Arbeit, die während des Aufenthalts in Frankfurt am Main gewährleistet sein sollen, werden nicht vorgegeben. Die Stipendiatin ist in der Gestaltung ihrer Arbeit frei.

Die Auswahl der Stipendiatin trifft eine fachkundige Jury, die sich aus jeweils einer/einem Vertreter*in des Archivs Frau und Musik bzw. des Internationalen Arbeitskreises Frau und Musik e. V., des Instituts für zeitgenössische Musik der HfMDK Frankfurt am Main, des Medienpartners sowie einem aktiven Interpreten zeitgenössischer Musik zusammensetzt.

Der Aufenthalt beginnt mit einer Vorstellung der Stipendiatin in öffentlichem und angemessenem Rahmen und endet mit einer Uraufführung eines oder mehrerer ihrer Werke, die sie zusammen mit Studierenden der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main erarbeitet. Das Abschlusskonzert findet in der HfMDK Frankfurt am Main statt.

Rahmenprogramm und Musikvermittlung

Während des Arbeitsstipendiums finden Workshops und Werkstatt-Gespräche in Kooperation mit dem IzM statt.

Darüber hinaus gibt es eine Kooperation mit dem Schulprojekt Response der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main. Response ist ein musikalisches Projekt, in dem Kinder und Jugendliche zeitgenössischer Musik begegnen und darauf mit eigenen Improvisationen und Kompositionen antworten. Im Rahmen von „Composer in Residence“ soll es einer Schulklasse ermöglicht werden, bei einem mehrtätigen Workshop mit der Stipendiatin und einer Instrumentalistin oder einem Instrumentalisten (und einem der Leiter des Schulprojekts als Coach) eine eigene „Antwort“ auf ein Werk der Stipendiatin zu entwickeln. Das Ergebnis der Zusammenarbeit wird ebenfalls beim Abschlusskonzert präsentiert werden.

Stipendienleistungen und Zeitraum

Der Komponistin wird Wohnraum in den Hoffmanns Höfen Frankfurt, ein Monatsticket sowie ein monatlicher Stipendienbetrag in Höhe von 750,- € zur Verfügung gestellt, um in Frankfurt leben und arbeiten zu können. Die Anfahrtskosten nach Frankfurt werden getragen.

Für 2019 wird erneut ein Stipendium ausgeschrieben!

Bisherige Stipendiatinnen

2009 – Sun-Young Pahg (Südkorea) „Das Stück wird geboren wie ein Kind“ (nmz-Artikel)

2011 – Belma Bešlić-Gál (Bosnien)

2015 – Manuela Kerer (Italien)

 

Das Projekt wurde bislang gefördert von der Stadt Frankfurt, vom Frauenreferat der Stadt Frankfurt und vom Land Hessen. Medienpartner ist der hr2.AFM_CIR_Logos