Kooperationen des Archivs

Jagoda Szmytka: Limbo Lander. Eine audio-visuelle Performance 2013/2014.
Eine Produktion des Internationalen Musikinstituts Darmstadt (IMD) in Koproduktion mit dem Festival Wien Modern

Am 3. August 2014 wurde im Rahmen der 47. Internationalen Ferienkurse für Neue Musik Darmstadt die neue Produktion „Limbo Lander“ der Komponistin Jagoda Szmytka im Frankfurt LAB vom Ensemble Interface präsentiert. In Kooperation mit dem Archiv Frau und Musik entstand das neue Stück direkt in Frankfurt am Main. Den Aufenthalt der Komponistin vor Ort ermöglichte von Mitte März bis August das Archiv Frau und Musik. Jagoda Szymtka arbeitete in dieser Zeit bereits eng mit dem Ensemble Interface zusammen.

Die entstandene Produktion „Limbo Lander“ der 1982 in Polen geborenen Komponistin ist eine Studie über den Versuch der Identitätsbildung einer Gruppe von jungen Menschen, deren Leben vorübergehend irgendwo zwischen der Realität und dem Virtuellen stecken geblieben ist. Sie alle haben mit besonderen Umständen zu kämpfen wie mit dem Problem der Distanz und der Schwierigkeit, in verschiedenen Sprachen miteinander zu kommunizieren. Um als Ensemble agieren zu können, müssen sie die Spannung zwischen dem Aufbau einer Gemeinsamkeit und dem Erhalt der Individualität ausbalancieren.

Premiere: 3. August 2014 im Frankfurt LAB im Rahmen der 47. Internationalen Ferienkurse für Neue Musik Darmstadt

Gastspiel Wien Modern: 6.11.2014, weitere Aufführungen in Deutschland, Schweiz und Polen folgen

Mitwirkende:
Ensemble Interface
Jagoda Szmytka, Komposition
Lena Krause, Produktionsmanagement

Weitere Kooperationspartner: Archiv Frau und Musik, ZKM | Zentrum für Kunst- und Medientechnologie Karlsruhe

Mit freundlicher Unterstützung der Alfred Toepfer Stiftung, des IMIT (Institut für Musik und Tanz/Warschau) und der Stadt Frankfurt am Main – Dezernat für Kultur und Wissenschaft

 homepages:
www.jagodaszmytka.com
www.ensembleinterface.com
www.internationales-musikinstitut.de
www.wienmodern.at

hand werk                                             Logo FGNM

Zum Abschluss der Konzertreihe FERNBEZIEHUNG der Frankfurter Gesellschaft für Neue Musik (FGNM) war das junge Kammerensemble hand werk
am 22. April 2014 zu Gast im Instituto Cervantes. In Kooperation mit dem Archiv Frau und Musik wurden zwei Werke der jungen spanischen Komponistin Irene Galina Quero präsentiert. Zudem erklangen Kompositionen der Frankfurter Komponisten Thomas Stiegler und Hannes Seidl.

Der von Richard Sennetts Buch HANDWERK inspirierte Name verweist auf das Aufgreifen einer Tradition, in der ein Handwerk mit der Intention gepflegt wird, ein Produkt mit größtmöglicher Sorgfalt und zunächst nur um des Machens willen herzustellen, ohne dabei auf Produktionseffizienz und das Verkaufspotential fokussiert zu sein. Das Produkt selbst als Qualitätsware steht im Vordergrund, wobei Qualitätsware neben technischer Präzision bei „hand werk“ immer auch mit Ausdruck und Interpretation produziert wird:

“Technik hat einen schlechten Ruf. Sie kann seelenlos erscheinen. Menschen, die in ihren Händen ein hohes Maß an Übung erreichen, sehen das allerdings nicht so. Für sie ist Technik eng verbunden mit Ausdruck.”

Programm:

Thomas Stiegler: Und.Ging.Aussen.Vorüber
Enno Poppe: Trauben
Hannes Seidl: Dies ist die Geschichte von einem Mann…
Irene Galindo Quero: Linea
Irene Galindo Quero: A Handful of Earth