Int. Symposium „“Sex“ und „Gender“ im Neue-Musik-Diskurs von der Gegenwart bis zu den 1950er Jahren“ in Hamburg 6.-8. Juli 2018

“Sex“ und „Gender“ im Neue-Musik-Diskurs von der Gegenwart bis zu den 1950er Jahren. Ein internationales Symposium vom 6. bis 8. Juli der Hochschule für Musik und Theater Hamburg, Havestehuder Weg 12, 20148 Hamburg. Finden Sie hier alle Informationen zum Programm und zur Anmeldung!

Auszug aus dem Ankündigungstext:
„Die 2016 veröffentlichte Studie des deutschen Kulturrats[1] machte die längst sichtbare Ungleichverteilung der Geschlechter im Kultur- und Medienbereich offiziell, die auch und insbesondere die Szene der Neuen Musik betrifft. Hier spielten Frauen über Jahrzehnte kaum – oder in erster Linie als ausübende Künstlerinnen und Performerinnen, nicht aber als Komponistinnen – eine nennenswerte Rolle. […] Eine grundsätzliche und umfassende wissenschaftliche Auseinandersetzung mit der Thematik, die u.a. nach unterschwellig wirksamen, in der Tradition der Neuen Musik, aber auch der Performance Art im weiteren Sinne verankerten Diskursen, (Aufführungs-) Traditionen sowie entsprechenden ästhetischen Grundsätzen (wie z.B. der Bevorzugung des Geistes gegenüber dem Körper, des schriftlich niedergelegten Werkes gegenüber der Performance, strukturell komplexer, autonomer Musik gegenüber experimenteller oder Konzeptmusik) fragt, ist bislang – auch wenn bereits einige wichtige Initiativen und Impulse in dieser Richtung existieren – ein Desiderat. Dies gilt insbesondere angesichts des Umstands, dass sich ‚Neue Musik‘ seit den 1950er Jahren (teilweise bis heute) häufig als betont sachlich und objektiv, mithin: körper- und geschlechtslos versteht und inszeniert. Zu fragen ist nach Ein- und Ausschlussmechanismen, die neben dem Geschlecht (sex und gender) auch, aus intersektionaler Perspektive, die Frage etwa nach sozialer Klasse und Schichtzugehörigkeit, Ethnizität oder Alter umfassen. Dabei gilt es zugleich, nach Orten, Regionen und Nationen zu differenzieren. Einen Schwerpunkt der Tagung wird der musikalische Diskurs der unmittelbaren Gegenwart bilden.“

[1] Gabriele Schulz, Carolin Ries, Olaf Zimmermann: Frauen in Kultur und Medien. Ein Überblick über aktuelle Tendenzen, Entwicklungen und Lösungsvorschläge, Berlin 2016.